DAS LANDGUT

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Im Südwesten von Fontanars dels Alforins steht das Landgut Casa los Pinos / Cals Pins mit mehr als 300 Jahren Geschichte hinter sich. Die ersten Reben wurden hier bereits im ersten Drittel des 17.Jhd. gepflanzt. Ihr Gründer, Vicente Puig i Cubelles (1761 – 1819) gehörte zu einer Adelsfamilie aus der Villa de Ontinyent. Das Landgut blieb im Besitz der Familie Puig bis Anfang des 20.Jhd.

Cals Pins entsteht in der Transformation der valencianischen Landwirtschaft während des 18.Jhd. In dieser Epoche steigt der landwirtschaftliche Anbau rapide an. Aufzeichnungen belegen das 1793 bereits Weinreben auf den meisten bis dahin noch unbepflanzten Böden gepflanzt wurden. Das Herrenhaus, welches auf dem Anwesen zufinden ist, ist das Resultat des bestrebens Vicente Puigs ein für die Weinproduktion geeignetes und spezialisiertes Haus zu schaffen. Es entstand Ende des 18. Jhd. Um 1825 war Cals Pins bereits von 60.000 Weinreben umgeben. Um 1839 führt die Wiederbelebung der valencianischen Ökonomie ebenfalls zu einer Wiederbelebung des Trockenfeldbaus. In Els Alforins ist der Hauptdarsteller dieser Bewegung natürlich die Weinrebe. 1859 besass Cals Pins somit bereits 88.000 Reben und 1862 sogar 90.000.

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Um 1870 marchiert die Reblaus in den französischen Weinregionen ein. Dies war quasi wie ein Impuls für die Weinbauer des Süden Europas in der die Reblaus in dem Moment noch nicht angekommen war. In Cals Pins, so wie in andere valencianischen Weingütern fängt man somit an, Weine aus dieser Region weiter zu verbreiten und auf den Märkten zu verkaufen, die die französischen Produzenten nicht mehr beliefern konnten. 1906 kommt die Reblaus jedoch auch im Vall d’Albaida an. Rafel Puig lässt sich nicht beeinflussen und stellt seine Weine weiter her, mit Erfolg. 1909 wird die Kellerei mit einer Silbermedalle bei der „Exposicion Regional Valenciana“ prämiert und 1910 mit Bronce in derinternationalen „Exposition de Bruxelles“ (Belgien).

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Die Mechanisierung der Landwirtschaft ab 1960 so wie der Beitrit in die europäische Union 1986 brachten die Qualitätstandards der traditionellen Weine gewaltig ins wancken. Viele Weinbauern standen zwischen der Entscheidung sich zu erneuern oder vom Markt zu verschwinden. 1970 wurde die heutige Bodega erbaut, getrennt vom Stammhaus. 1990 erwarb die Pinos AG Cals Pins / Casa los Pinos und führt ein neues Verwaltungs- und Anbausystem ein. Es wird nach den Massstäben der UE auf den Anbau von ökologischen Trauben gesetzt. Somit entsteht die erste ökologische Weinkellerei der valencianischen Gemeinde. Einige Jahre später wird die Kellerei offiziel im neu gegründetetn CAE (Komitee für ökologische Landwirtschaft) registriert. 2007 erwirbt die Familie Ferri das gesamte Landgut und gliedert Kike Francisco als Teilhaber ein. Sie restaurieren die alte Kellerei, rüsten mit neuesten Technologien auf und übernehmen die Herausforderung weiterhin ökologische Landwirtschaft zu betreiben und herausrangende und einzigartige Weine ohne zugesetzte Sulfite herzustellen. In einer historischen Umgebung und historischen Böden mit mehr als 380 Jahren Geschichte.

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